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Fakultät für Chemie und Chemische Biologie

FOR 5781

Zu sehen ist ein blaues Ikosaeder. Es handelt sich um ein Polyeder mit zwanzig Flächen, das als Repräsentation von Feststoffen in kristalliner Phase dient.  In der Fläche im Zentrum des Ikosaeders ist ein grünes Lumineszenzspektrum dargestellt. Dieses Spektrum geht unter dem Einfluss eines externen Stimulus in ein rotes Spektrum über. Das bedeutet: Es verändert seine charakteristischen photophysikalischen Eigenschaften – zum Beispiel die Lebenszeit des emittierenden Zustands, die Quantenausbeute, die Emissionswellenlänge oder den sogenannten Dissymmetriefaktor g lum.  Auf den äußersten Flächen befinden sich Schriftzüge, die verschiedene Stimuli benennen – nämlich Druck, Zugkräfte und Scherkräfte, Reibung sowie elektrische und magnetische Felder.  Zwischen den Spektren und Schriftzügen sind drei vereinfachte Komplexstrukturen abgebildet: Kupfer, Platin und Chrom – jeweils inklusive der Anzahl an d Elektronen.  Zu sehen sind: ein linearer Kupfer eins Komplex mit d zehn Konfiguration, ein tetraedrischer Platin zwei Komplex mit d acht Konfiguration und ein oktaedrischer Chrom drei Komplex mit d drei Konfiguration.  Diese Strukturen repräsentieren prototypische Verbindungsklassen, die im Rahmen dieser Forschungsgruppe untersucht werden. © Andreas Steffen​/​TU Dortmund

Als weltweit erstes Kooperationsnetzwerk, das sich mit dieser Thematik befasst, hat sich die DFG-Forschungsgruppe FOR 5781 „STIL-COCOs“ zum Ziel gesetzt, Struktur-Eigenschafts-Beziehungen von lumineszierenden, auf Stimuli reagierenden (SR) Metallkomplexen für zukünftige Anwendungen in photonischen Schlüsseltechnologien wie hochentwickleten Gerätetechnologien, Multiparameter-Sensorik, Fälschungsschutzmethoden und Quanten-IT zu erforschen. Zu diesem Zweck kombiniert unser Team aus neun Forschungsgruppen sein Fachwissen, um die Auswirkungen von Druck, Spannung, magnetischen und elektrischen Feldern auf die photophysikalischen Eigenschaften der grundlegendsten Koordinationsgeometrien zu untersuchen.